Baumbestand zu Pellets: Fällgenehmigung für die "Grünen"
Hamburg bezeichnet sich selbst als Klimaschutz-Hauptstadt, genehmigt aber Kohlekraftwerke und evoziert Bürgerwillen, wenn es um Naturschutz geht. Politische Handlungsmaximen orientieren sich ausschließlich an kurzfristigen kommerziellen Gesichtspunkten.
Die Handlungsfolgen schwarz-"grüner" Politik konnten bei der Demonstration gegen Senatswillkür heute am Restbestand des ehemaligen Buchenhofwaldes besichtigt werden. Wo sich bis vor wenigen Wochen noch ein alter, zweihundertjähriger Baumbestand befand, ist heute nur noch eine große abgeholzte Fläche.
Verantwortliche des Bauverein Elbgemeinden sind nicht erschienen. Statt dessen wurde das kahle Arael von Sicherheits-Kräften eines privaten Wachdienstes beschützt. Es kam aber nicht zu den befürchteten Ausschreitungen gegen die Pellet-Haufen. Statt dessen zogen die Teilnehmer friedlich demonstrierend zum Verwaltungsbüro des Bauvereins und legten dort auf den Treppenstufen symbolisch Kreuze für die toten Bäume ab.
Pech für den Wald,
- dass der Bauverein das Grundstück als Wald "günstig schießen" konnte, weil
- CDU-Obere sich in Personalunion gleichzeitig im Bauvereinsvorstand als auch im Bauausschuss befinden und den Wald anschließend mit rechtlich fragwürdigen Methoden in Bauland umgewidmet haben.
- Pech, dass die "Grünen" jedes noch so schmutzige Spiel mitspielen um im Gegenzug ihre "grüne" Politik durchzusetzen.
Schulreform beats Umweltschutz - Pech auch, dass sich Verwaltungshandeln in Hamburg einer Rechtssprechnung de fakto entzogen hat.
Es besteht übrigens Anlass zur Vermutung, dass der Bauverein auf dem Klageweg versucht, den Denkmalschutz für das historische Gebäude auf dem Grundstück aufzuheben. Das Gebäude, das die Buchenhofwald Bürgerinitiative als Naturschutzzentrum nutzen wollte, steht dem Verein bei seinen Bauvorhaben im Weg.
Fällgenehmigung für die "Grünen"
Die Rolle der "Grünen" in dieser Schmierenkomödie war bemerkenswert. Der Fraktion ist es gelungen, ihren Kreisparteitag bis zu dem Tag herauszuzögern, an dem die Bäume gefällt und Fakten geschaffen wurden. Ein Antrag gegen die Baumfällung war bereits Makulatur, da zu diesem Zeitpunkt ein Großteil der Bäume widerrechtlich - da ohne Fällgenehmigung - abgeholzt war. Reste gefällten Bäume waren heute als Pellets-Anhäufungen noch eindrucksvoll zu besichtigen.
Neben ihrer "realpolitischen" - d.h. umweltfeindlichen - Haltung hat sich Frau Gesche Boehlich - Fraktionsvorsitzende der "Grünen" in Altona - in jüngster Zeit auch durch Ihr Engagement in der Schanze beim Ausbau der Gastronomie Ihren Ruf als "grüne" Prostitikerin weiter untermauert. Nach dieser Folge politischen Versagens sind die "Grünen" für mein Empfinden auch ohne Genehmigung zur Fällung freigegeben.
Am 30.03. wird Frau Boehlich Ihre Vortellungen von Bauboom, Beton und Bürgerbeteiligung im Rahmen des "Grüner Salons" vortragen. Die Veranstaltung wird von der Landeszentrale für politische Bildung gefördert: "grüne" Markenpflege wird aus Steuermitteln finanziert. Die Teilnahme kostet fünf Euro.
Die Bilder sprechen für sich
- Es gibt immer noch sehr viele Menschen, denen das Schicksal ihrer Stadt und Umwelt am Herzen liegt.
- Menschen, die ihren Kindern eine lebenswerte Welt übergeben möchten.
- Menschen, die sich nicht damit abfinden, dass ihre demokratischen Rechte für Partikularinteressen von Bauunternehmen gebeugt werden.
Diese Bilder sprechen eine eindeutige Sprache...



Kommentare
Lied der Buchenhofwald-Initiatve
nach der Melodie: "Sag mir wo die Blumen sind"
Wo sind sie geblieben
Sag doch wo die Buchen sind
Was ist gescheh’n
Sag mir wo die Bäume sind
über Stümpfe weht der Wind.
Wann wird man je versteh’n,
wann wird man je versteh’n
wo sind sie geblieben?
Demokratisch was ist das?
Gibt’s so was noch?
Sag wo Demokraten sind –
ich weiß es nicht, mein liebes Kind!
Hier zählt nur Macht und Geld,
in dieser kalten Welt.
wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Tiere sind,
was ist geschehn?
Bäume fällten sie geschwind,
Nester all’ vernichtet sind.
Vertreter dieser Stadt –
wir haben euch so satt!
ihr klebt nur auf eurem Thron.
Das Kleinod habt ihr zerstört –
euren Profit vermehrt.
Lange geht das nicht mehr gut!
Politiker, seid auf der Hut!
Die Natur hat hohen Wert!
Wacht auf! Ihr denkt verkehrt!
Und wir werden’s nicht vergess’ndas,
was ihr verbrochen habt
in eurem Bananenstaat!
Ohne Sach- und Fachverstandwertvolles
Biotop verschwand.
Wir nehmen das nicht hin,
es macht auch keinen Sinn.
modrig wie ein Schimmelpilz.
Tiere irren nun umher –
hab’n keine Bleibe mehr.
Ämter und auch BSU
machen ihre Augen zu.
Welch eine Umweltstadt?
Wir haben es so satt!
Das ist, wenn sich Bürger wehr’n!
Demokratie ist nicht gefragt
von Vertretern unsrer Stadt.
Recht soll sein für jedermann,
nicht nur für den der’s zahlen kann.
Wir singen’ s laut heraus
Politiker, geht nach Haus.
Der Liedtext als PDF
Slogans der Demonstration
Ich bin einfach nur entsetzt. Wofür habe ich jahrelang grün gewählt, oder vielmehr "grün" gewählt?
Überall in Hamburg werde Bäume abgeholzt und Natur zerstört: Buchenhof, Wilhelmsburg, Schnelsen, Isebek, Niendorfer Gehege, Barmbek. Die "Grünen" schweigen zu allem, obwohl sie immer mitregieren. Wie kann man sich für eine Koalition mit der CDU so verbiegen und sich dann verlogen Klimaschutz-Hauptstadt nennen?
Ich verstehe auch nicht daß die Presse kaum über so etas berichtet.
Diese "Grünen" müssen schnellstens gefällt werden. So darf es nicht weiter gehen.