Bericht vom Apfelsaftpressen auf dem Spritzenplatz
Bei schönem Wetter haben wir den Besuchern heute unseren frischgepressten Apfelsaft im Herzen von Ottensen angeboten.
Die Resonanz war sehr positiv. Einige Leute dachten zunächst, wir verkaufen Äpfel aus dem Alten Land - einer wollte gleich zwei Kilo kaufen. Die meisten waren dann sehr überrascht zu hören, dass sie gerade Saft von Äpfeln getrunken haben, die mitten in Altona gewachsen sind. Das Interesse für unser Anliegen war dann schnell geweckt.
Der Kenntnisstand der Besucher über das Thema Vernichtung - pardon: "Verlagerung" - von Kleingärten war recht unterschiedlich. Einige waren sehr gut informiert, andere widerum wußten überhaupt nichts von den Plänen der BSU, der Behörde für Soziales und Umwelt. Unter denen, die nicht informiert waren, befanden sich sogar einige Bahrenfelder Kleingärtner der Kolonie 215. Alle die am Stand waren, waren sehr betroffen, dass die Kleingärten aus rein finanziellen Gründen geopfert werden sollen und haben für den Bürgerentscheid unterschrieben.
Möglicherweise konnten wir mit unserer heutigen Aktion Informationen in die übrigen betroffenen Kolonien tragen. Auf jeden Fall konnten wir eine Menge Handzettel für die "Schreberspacken"-Webseite verteilen und haben Kleingärtner zu unserer Informationsveranstaltung am 19.10. eingeladen.
Am Nachmittag kippte das schöne Wetter ganz plötzlich um: Es hat gegossen und wurde recht kalt. Der Abbau im Regen war etwas anstrengend, aber der schöne Tag hat mich insgesamt darüber hinweg getröstet. Ich habe viele Gespräche geführt und sehr interessante Menschen kennen gelernt. Ich freue mich, wenn ich sie auf dieser Seite wieder treffen kann!


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