Sat1-Beitrag zum FischerAppelt PR-Gutachten für den Autobahndeckel
Sat1 Regional hat gestern einen Beitrag zum FischerAppelt Gutachten der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) gesendet, der in der Mediathek online zur Verfügung steht. In dem Beitrag kommen neben uns betroffenen Kleingärtnern Frank Krippner, Sprecher der Behörde, sowie Bernhard Fischer-Appelt, Vorstand der Kommunikationsagentur FischerAppelt, zu Wort.
Nach Aussage der Behörde liegt die Verantwortung bei dem schwarz-grünen Vorgängersenat. Sie will das Auftragsverhältnis zu der Agentur beendet haben. Aus dem Konzept würde angeblich nur das Logo verwendet – ansonsten würden keinerlei Maßnahmen umgesetzt. Es sieht so aus, als versucht sich die mittlerweile SPD-geführte Behörde mit einem Bauernopfer reinzuwaschen.
Moorburgtrasse, Mitte Altona, IKEA & Co – wir dürfen gespannt sein, welche Überraschungen sonst noch im Giftschrank der Behörde schlummern und darauf warten, ans Licht gebracht zu werden. Zumindest der Umstand, dass sich solche Konzepte nicht dauerhaft geheim halten lassen, macht Hoffnung.
Der Vollständigkeit halber wäre zu dem Beitrag noch anzumerken, dass wir Kleingärtner keineswegs versuchen, den Bau des Autobahndeckels zu verhindern. Wir kämpfen für den Erhalt der öffentlichen Grünflächen in Altona und wünschen uns für den A7-Deckel eine nachhaltige Finanzierung, die nicht auf Kosten der städtischen Substanz geht. Im Vorwort der aktuellen Ausgabe des "Hamburger Gartenfreundes", der Verbandszeitschrift der Kleingärtner, hat Dirk Sielmann zutreffend darauf hingewiesen, dass in den 90er Jahren nach Mauerfall über 60.000 Wohnungen gebaut wurden, ohne dass eine einzige Parzelle geopfert werden musste.



Kommentare
Schade nur, dass auch in diesem Beitrag wieder von den Kleingärten in der Nähe der Autobahn gesprochen wird, die dem Deckel weichen müssen. Das suggeriert, dass sie baulich weichen müssen, was inhaltlich falsch ist. Darum versteht man auch nicht, was du gegen den Deckel hast und der Sprecher sagt: “... weniger Grün...” und die Grafik blendet lauter grüne Flächen ein. Dass das kein Mensch versteht ist ja klar.
Für mich zeigt sich damit wieder, woran wir arbeiten müssen: An unserem Kommunikationskonzept, damit Journalisten, Behörden und Bürger begreifen, dass das Grün verkauft wird, um den Deckel zu finanzieren. Und dass wir hinterher weniger Grün haben und nicht mehr, wie die Grafiken uns glauben machen wollen.
Claudia