Geld zurück, Herr Nonnenmacher: Bloggerin fordert vom HSH-Nordbank Chef 24,- EUR für HVV Fahrpreiserhöhung
Die Bloggerin Kirsten Brodde hat versucht, mit einem Barscheck vom Konto des HSH Nordbank Chefs, Dirk Jens Nonnenmacher, 24 EUR abzuheben. Damit wollte sie dagegen protestieren, dass der HSH Nordbank Chef "einen Bonus von 2,9 Millionen Euro einsackt, obwohl die Stadt seine Bank mit Milliarden gerettet hat. Dieses Geld fehlt nun, und die Bürger leiden darunter." Besonders pikant daran ist der Umstand, dass für diese exorbitante Zahlung ein im Rahmen der Finanzkrise geschaffenes Gesetz erst wieder außer Kraft gesetzt werden musste: Vorstände von Banken, die aus Steuermitteln gefördert werden, dürften ansonsten nicht mehr wie 500.000,- EUR Vergütung per anno erhalten.
Den Betrag rechnet sie aus der Fahrpreiserhöhung im Öffentlichen Nahverkehr hoch: "Ein Einzelfahrschein kostet nun fünf Cent mehr, das macht bei zwei Fahrten pro Tag aufs Jahr hochgerechnet 24 Euro. Dieses Geld möchte ich von Herrn Nonnenmacher wiederhaben."
Zitat Spiegel Online:
Die Polizei lässt nicht lange auf sich warten. Nur zehn Minuten nach dem Anruf der Sicherheitskräfte eilen drei Hamburger Polizisten in die Filiale der HSH Nordbank. Sie nehmen die Personalien von Kirsten Brodde und einigen Reportern auf - und ziehen wieder ab.
Denn strafbar hat Brodde sich nicht gemacht, sie wollte nur einen Barscheck einlösen - 24 Euro, kein hoher Betrag. Allerdings vom Konto des Bankchefs, vom Konto von Dirk Jens Nonnenmacher. Deshalb - und wegen des Kamerateams - herrscht große Nervosität unter den Angestellten. Ein bulliger Sicherheitsmann verweist Brodde des Hauses, eine Schalterangestellte kräht durch den Raum: "Die haben hier auch gefilmt." Die Filmaufnahmen zu verwenden, wird SPIEGEL ONLINE später untersagt.
Unter der Adresse www.geld-zurueck-herr-nonnenmacher.de betreibt Kirsten Brodde einen Blog, in dem sie andere Hamburger auffordert, ebenfalls die Fahrpreiserhöhung von Herrn Nonenbacher zurück zu fordern. Herr Nonnenmacher war nicht bereit, mit SPIEGEL ONLINE über die Aktion zu sprechen.



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