RÜHRT EUCH! Das Wort zum Donnerstag
Am vergangenen Sonntag sind Andrea und ich durch die Kiesgrubensiedlung gezogen, um die Gartenfreunde zu interviewen, die mit Computern nicht so viel am Hut haben [die Mehrheit, denke ich...]. Einige waren freudig bereit und aufgeschlossen [schaut mal unter den neuen Mitgliedern], aber wir stießen auch vielfach auf Zweifel und Resignation. "Die" machen doch sowieso, was sie wollen; das brächte alles nichts; das glaub ich erst, wenn ich es sehe usw. Viele glauben nicht mehr daran, dass es sich lohnt, sich zu wehren, seine Meinung den herrschenden Verhältnissen entgegenzusetzen. Und die Erfahrung gibt ihnen leider häufig recht. Aber: WER NICHT KÄMPFT HAT SCHON VERLOREN. Wir sollten uns nicht abfinden, sollten nicht gleichgültig werden, uns nicht anpassen wo es nicht zwingend ist. Das ist eine Sache von HOFFNUNG und GLAUBEN an die eigenen Werte und Ziele. Klingt nach großen Worten für ein paar Parzellen, ABER WENN WIR ES NICHT IM KLEINEN MACHEN; MACHEN WIR ES AUCH NICHT IM GROßEN: Ich habe selbst zwei Kinder und wenig Zeit und meine aufständischen Jugendjahre sind aufstandslos verstrichen. Ich bin weder gegen die Studiengebühren auf die Straße gegangen noch nach Heiligendamm gefahren noch ins Wendland. Was kann ich tun? Mir eine Unterschriftenliste besorgen oder hier runterladen und sammeln, wo ich grad bin [habe sie bei meinem Änderungsschneider hingelegt, gut als Multiplikator], ich kann mit meinen Gartennachbarn reden, sie einladen zum Infotermin am 19.10. um 10.00 Uhr, wenn ich Zeit habe, kann ich dienstagabends sogar mal zum Initiativentreffen der Apfelbaumleute gehen, die beißen nicht. Samstag ist Apfelsaftpressen neben dem Biomarkt, da trifft man vielleicht auch Bekannte aus dem Garten... Und selbst wenn ich nichts von alldem tue, kann ich immernoch die Gleichgültigkeit der Tür verweisen.



Ihre Meinung ist gefragt