Verdrossenheit
23. September 2008 - 14:56 | rapunzel
Ich begegne in letzter Zeit vielen Menschen, die Gärten haben oder hatten. Viele sehen die "Verwertung" unserer Gärten bereits als beschlossenen Sache. "Da kann man sowieso nichts machen." "Die" machen doch, was sie wollen. Einige reden von ominösen Abfindungsversprechen und finden das auch nicht unattraktiv.
Grade heute unterhielt ich mich mit einem älteren Paar, die ihren Garten in Ottensen haben. Ich sagte, dass ich mir wünsche, dass mein Sohn, der vor 9 Wochen geboren wurde, auch noch in unserem Garten Himbeeren pflücken kann. Zumindest die beiden sahen dafür wenig Hoffnung. Und wenn ich mich erinnere, wie ich für den Erhalt des Bismarckbads unterschrieb oder gegen die Privatisierung der Krankenhäuser oder die Demonstrationen gegen die Einführung der Studiengebühren, oder... dann geht es mir auch so. Und vielen geht es ähnlich. Verdrossenheit macht sich breit. DENNOCH - sich abzufinden war noch nie eine Lösung. Ob es nun um Schrebergärten geht oder größere Dinge.



Kommentare
Hallo Rapunzel
es würde mich freuen, wenn wir hier auf dieser Seite Möglichkeiten aufzeigen können, wie der Einzelne zum Erhalt der Gärten beitragen kann. Gestern hat mich ein Freund angesprochen, dass er die Seite gut findet aber nicht weiß, was er tun könnte.
Ich bin auf die Reaktion sehr gespannt, wenn ich die Seite heute beim Treffen von AbW vorstelle.
Man könnte hier z.B. auch Ideen betr. der Verbreitungsstrategien sammeln und diskutieren. Ich meine immer noch, dass uns nur eine breite Wahrnehmung in der Öffentlichkeit weiter hilft.
Lieben Gruß, Ralf