Immissionsschutzkonzept der DEGES - Ausbau der A 7 von Schnelsen nach Othmarschen
Die A 7 in Hamburg und der Ausbau der Autobahn
Die Anfang der 1970er Jahre fertig gestellt Autobahn A 7 ist für den Nord-Süd verkehr im Norden Deutschlands die wichtigste Verkehrsachse und unverzichtbar für die Abwicklung der internationalen, der reigionalen, aber auch der städtischen Verkehrsströme in Hamburg.
Die vorhandene hohe Verkehrsbelastung und die entsprechende Prognose einer weiteren Steigerung des Verkehrs erfordern den Bau zusätzlicher Fahrstreifen
Der Ausbau der A 7 ist im Bundesverkehrswegeplan im vordringlichen Bedarf mit höchster Priorität vorgesehen und soll bis 2015 realisiert werden.
Der Ausbau soll zwischen der Anschlussstelle (AS) Othmarschen und dem Autobahndreieck (AD) Hamburg Nord-West achtstreifig erfolgen. Im weiteren Verlauf in Richtung Norden ist eine Verbreiterung der A 7 auf sechs Fahrstreifen über die Landesgrenze hinaus in Richtung Norden vorgehen.
Für den Abschnitt der A 7 von der Landesgrenze Schleswig-Holstein bis zur AS HH-Othmarschen vor dem Elbtunnel hat die Freie Hansestadt Hamburg die DEGES mit der Erarbeitung einer Studie zu Immissionsschutz und Gestaltung beauftragt.
Der Streckenabschnitt hat eine Länge von 11,6 km und beinhaltet das AD Hamburg Nord-West sowie sechs Anschlussstellen.
Von der Landesgrenze nach Schleswig-Holstein aus führt die A7 durch den Stadtteil Schnelsen mit den AS HH-Schnelsen Nord und HH-Schnelsen
Es folgt das AD Hamburg Nord-West, der Stadtteil Eidelstedt wird tangirert. Dann folgt die Querung des Stadtteils Stellingen mit der AS HH-Stellingen. Im weiteren Verlauf nach Süden überquert die A 7 den Bahnhofsbereich Langenfelde auf einer 400 m langen Brücke und erreicht die AS HH-Volkspark.
Die A 7 führt danach durch die Stadtteile Bahrenfeld und Othmarsen mit den zwei gleichnamigen Anschlussstellen, um südlich der AS HH-Othmarschen in den Elbtunnel zu münden.
Die Studie zu Immissionsschutz und Gestaltung
Der Trassenverlauf der A 7 durch die eng bebauten Stadtteile hat mit der steigenden Verkehrsbelastung zu einer starken Verlärmung der gequerten und zerschnittenen Stadtteile geführt. Die Gesetzgebung und die begleitenden Verordnungen zum Immissionsschutz geben bei einem Autobahnausbau vor, dass enge Grenzwerte einzuhalten sind. Dies führt bei der hier vorliegenden Situation dazu, dass umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen in Form aufwändiger Bauwerke erforderlich werden.
Diese Maßnahmen können zum einen so orientiert werden, dass sie auch Aspekte des Städtebaus beachten, zum anderen können ergänzende Maßnahmen gefunden werden, die die Wirkung auf die Stadtentwicklung weiter verbessern.
Die Untersuchung und Bestimmung der erforderlichen und zweckmäßigen Lärmschutzmaßnahmen ist der Schwerpunkt der Aufgabenstellung für die Studie.
Hierzu waren umfassende und differenzierte Schallberechnungen zu der Ausgangsbelastung und der Wirkung verschiedener Schutzmaßnahmen durchzuführen. Als wesentlicher Bestandteil der Untersuchung waren die Bau- und Folgekosten für die Lärmschutzbauwerke in verschiedenster Ausführungsart zu ermitteln. Gleichzeitig war das Thema der Ausbreitung von Luftschadstoffen zu behandeln.
Darüber hinaus wurde eine Gestaltungsidee für die erforderlichen Bauwerke entwickelt und ergänzende Betrachtungen zur Eingliederung in das Stadtgefüge und zur Förderung der Stadtentwicklung vorgenommen.
Maßnahme im Überblick
A 7 von Landesgrenze Schleswig-Holstein/ Hamburg bis AS HH-Othmarschen.
Länge des Abschnitts 11,6 km.
Die Verbreiterung der Autobahn erfolgt um zwei Fahrstreifen, auf sechs durchgehende Fahrstreifen von der Landesgrenze bis zum AD Hamburg-Nordwest und auf acht durchgehende Fahrstreifen von dem Autobahndreieck bis AS HH-Othmarschen.
Städtische Verdichtungszonen werden in den Stadtteilen Schnelsen, Stellingen und Bahrenfeld/Othmarschen durchquert.
Im Zuge des Abschnitts liegen das AD Hamburg-Nordwest und sechs Anschlussstellen.
Die Straßenfläche beträgt 230 000 qm.
Die Bauzeit beträgt ca. 4,5 Jahre bei verschränkt ausgeführten vier Baulosen.
Die Ausführung von Deckelbauwerken mit einer städtebaulichen Nutzung der Deckelfläche werden in Stellingen und Othmarschen/Bahrenfeld in Betracht gezogen.
Ergebnis der Studie - Maßnahmen des Lärmschutzes
Bereich Bahrenfeld/Othmarschen
Die Autobahn befindet sich hier größtenteils in einer Tieflage mit Böschungen. Als erforderlicher Lärmschutz ergibt sich ein Deckelbauwerk von ca. 730 m Länge im Bereich der Anschlussstelle Bahrenfeld.
Nach Süden schließt ein Galeriebauwerk von ca. 510 m Länge an, das die Fahrbahn Richtung Elbtunnel einhaust. In den anschließenden Bereichen wird eine Wandlösung mit unterschiedlichen Wandhöhen vorgeschlagen.
Drüber hinaus hat Hamburg hat jetzt die Möglichkeit, sinnvolle Ergänzungen zu den Maßnahmen des Bundes vorzunehmen. Dies könnten städtebaulich sinnvolle und landschaftsplanerisch ansprechende Maßnahmen sein.
Diese Untersuchungen laufen aktuell. Realistisch wäre eine Verlängerung der geplanten Tunnelstrecke in Othmarschen / Bahrenfeld auf eine Länge von 1,5 km.
Download des DEGES-Konzepts als PDF-Dokument




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