Senatorin Anja Hajduk überreicht Ingo Kleist Bundesverdienstkreuz für Verdienste im deutschen Kleingartenwesen.
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Ist dies eine Ironie der Politik, Schizophrenie oder einfach nur Ausdruck unterschiedlicher Strömungen im gesamtpolitischen Komplex? Nächsten Mittwoch erhält Ingo Kleist den Verdienstorden am Bande der Bundesrepublik Deutschland für seine Verdienste im deutschen Kleingartenwesen:
Für seine engagierten Leistungen um das deutsche Kleingartenwesen wird der ehemalige Präsident des Bundesverbundes Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG) und langjährige Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft, Ingo Kleist, mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
(Pressestelle des Hamburger Senats)
Laut Wikipedia ist der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, umgangssprachlich Bundesverdienstkreuz genannt, der einzige Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Das Bundesverdienstkreuz wird verliehen für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet.
Ironischerweise wird ihm der verdiente Orden ausgerechnet von der Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), Frau Anja Hajduk, verliehen. Frau Hajduk ist eine "grüne" Politikerin, die sich in jüngster Zeit für die Verdrängung von Kleingärten aus Innenstadtlagen einsetzt, um dort Platz für Reihenhäuser und Eigentumswohnungen zu schaffen und die aus den Grundstückserlösen externe Bauwerke wie den A7-Autobahndeckel finanzieren will.
Ingo Kleist ist erster Vorsitzender des Landesbundes der Gartenfreunde in Hamburg. Auf der letzten Deligiertenversammlung am 03.06. hat der Landesbund den Plänen von Frau Anja Hajduk eine deutliche Abfuhr der Pläne erteilt.
Seitdem Nachverdichtung zur "grünen" Handlungsmaxime erkoren wurde, sind Kleingärten und öffentliche Grünflächen in der Hansestadt Hamburg unerwünscht und werden von den Bezirken unter Maßgabe der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt systematisch daraufhin überprüft, inwieweit sie sich "verlagern" bzw. in Bauland umwidmen lassen.
Dies betrifft nicht nur die Kleingärten in Bahrenfeld, Ottensen und Othmarschen, sondern auch den Grünzug Altona längs des Gählerparks, den Bau des "Hoheluftkontors" am Isebek, die Abholzung des Buchenhofwaldes wie auch die Vernichtung von Ökosystemen in Wilhelsburg durch die Gartenbau-Ausstellung und den Neubau einer Behörde ausgerechnet auf einer ausgewiesenen Biotop-Fläche.



Kommentare
Unglaublich, das ist Realsatiere! Vielleicht sollte er ihr zum Dank einen Blumenkübel überreichen?!