Treffen am 13.06. / Bericht vom 07.06.
Bericht des Treffens vom 10.06.
Vor unserem heutigen Treffen haben ich vom Vorstand erfahren, dass sich einige Kleingärtner über die Standgebühr von 10,- EUR beschwert haben sollen:
Es gäbe „eine große Mehrheit, die sich fragt, was wir mit dem Geld anfangen. Wenn wir das Vereinsheim nutzen, müssten wir auch die Toiletten-Entsorgung – 80,- EUR – bzw. Miete dafür zahlen. Die Wege wären öffentlich und vom Verein bzw. den Mitgliedern bezahlt. Auch die Erhebung von Müllgebühren wäre nicht zulässig, da die Entsorgung vom Verein gezahlt wird.“
Ich habe mich daraufhin vom Vorstand über den rechtlichen Rahmen beraten lassen, innerhalb dem wir unseren Flohmarkt abhalten könnten.
Faktisch dürfen wir keine Standgebühr in Form von Geldbeträgen erheben, da wir satzungsgemäß nicht kommerziell auftreten dürfen. „Bagatell-Gebühren“ in Form von Kuchenbeiträgen, die wir dann in der Cafeteria anbieten und verkaufen, wäre nach Einschätzung des Vorstands in Ordnung.
Mit dem Vorwurf konfrontiert uns persönlich zu bereichern, drehte sich unser heutiges Treffen – zu dem sich ganze drei (!) Teilnehmer/innen eingefunden haben – folgerichtig um die Frage, ob wir den Flohmarkt absagen werden oder weiterhin stattfinden lassen wollen.
Die Vorbehalte haben bei uns drei Fragen aufgeworfen:
- Wer sind die Menschen, für die wir denken, einzutreten?
Wer ist die angeblich „große Mehrheit“, die unsere Form des Flohmarkts ablehnt, mit uns aber nicht direkt in Kontakt treten möchte?
Ist unsere Gemeinschaft der betroffenen Kleingärtner einfach nur eine Illusion?
Sind unsere Gartenfreunde dann doch die dumpfe Masse, die Ihre Nachbarn stets neidvoll und mißtrauisch beobachtet und die ihre verquaste Meinung nur „hintenrum“ verbreitet?
Anders ausgedrückt – hat es diese Gruppe nicht im Grunde sogar verdient, abgeschafft zu werden? Nachbarn, die sich niemand wünscht – nicht mal auf einem Autobahndeckel? - Haben wir unsere Ziele – insbesondere die Verwendung etwaiger Überschüsse – unzureichend kommuniziert?
10,- EUR Standgebühr, die wir eigentlich gar nicht wollen: wir wollen Kuchen für die Caféteria und haben uns den Geldbetrag nur als Ausweichlösung für Interessenten gedacht, die selbst nicht backen können.
Wie können wir unsere Ziele besser kommunizieren? - Haben wir den Kommunikationsaufwand „nach innen“ unterschätzt?
Weil wir davon ausgegangen sind, dass unsere Gartenfreunde automatisch hinter uns stehen?
Wir waren uns einig, dass wir Bedenkzeit benötigen, und haben ein Treffen für nächsten Samstag, den 13.06., um 14:00 Uhr bei uns auf der Veranda beschlossen.
Zu dem Treffen sollten wir uns überlegen, ob und wie wir weitermachen werden. Falls wir uns zum Weitermachen entscheiden, können wir gleich um 16:00 Uhr bei der Weinprobe im Vereinsheim mit unserer Kommunikations-Offensive beginnen.
Sollten wir uns Samstag wieder nur zu dritt einfinden, waren wir uns darüber einig, das Projekt dann als gescheitert zu betrachten.
Nächstes - und vielleicht letztes - Treffen am 13.06.
Unser nächstes Treffen findet kommenden Samstag um 14:00 Uhr auf der Veranda unserer Laube statt.
(Andrea & Ralf Hendel, Im Zwickel 26).
Bis dahin - viele Grüße,
Ralf
Anfahrt und Wegbeschreibung
Größere Kartenansicht





Kommentare
Liebe Aktivistinnen und Aktivisten, liebe Gartenfreunde!
Ich verstehe Ralfs Reaktion und kenne selbst den Umstand, dass sich ÜBER mich beschwert wird, statt BEI mir. (Bei sonntäglichem Lärm oder unerträglichem Wildwuchs: Parzelle 34) Wir sind ein Volk von Kleingeistern und Dünnbrettbohrern. Aber das wussten wir vielleicht und sollten uns keinen Illusionen hingeben. Auch nicht der, eine Massenbewegung anzuzetteln. Ich persönlich tue das, was ich tue, nicht für meine Nachbarn. Ich bin da ganz egoistisch - ICH will MEINEN Garten behalten. Mich zum Sprachrohr für andere zu machen, die dann hinterher jammern "So und so hab ich das aber nicht gewollt", ohne überhaupt gesagt zu haben, WAS sie denn eigentlich wollen - ist ja alles schön basisdemokratisch bei uns - oder gar misstrauische Bereicherungsgerüchte streuen - nein. Vielleicht sollten wir uns nicht als Vertreter von anderen betrachten. Uns hat ja auch keiner berufen. Außer wir uns selbst.
Zum Thema Flohmarkt: Die 10 € können wir ja einfach streichen. Aber eine Spendenmöglichkeit bereitstellen. Die Müllkaution - hm, vielleicht auch. Bei den paar people lässt sich ja rausfinden, wer seinen Mist liegenlässt. Ein wenig mehr Vertrauen in unsere GartenfreundInnen!!! Wir sollten diesen Flohmarkt machen und alles andere auch, wenn WIR es wollen.
Sommerliche Grüße von rapunzel
Mein Spruch des Tages: Wichtig ist nicht, was man macht, sondern wie man dabei guckt!