Die große Koalition der Kleingartenzerstörer

Immer wenn Wahlen vorbei sind kehren die Politiker der Altonaer Bezirksversammlung zu ihrer Klüngelpolitik zurück.

Einstimmig (!) haben sie am 28.10.2004 beschlossen, die Altonaer Kleingärten zu zerstören! Natürlich verbunden mit dem großzügigen Angebot, sich auf dem Autobahndeckel wieder anzusiedeln...

Wortreiche Forderungskataloge sollen diesen Tatbestand vernebeln:

  • Alle "verlagerten" Kleingärten sollen auf dem Deckel Platz haben (100 qm pro Parzelle?)
  • Der "Umsiedelung" soll schrittweise nach Baufortschritt erfolgen (Wer bezahlt die Zwischenfinanzierung?)
  • Die Kleingärtner sind durch ein "Moderationsverfahren" zu beteiligen, bei dem die Unzugs- und Entschädigungsmodalitäten geklärt werden sollen. (Vermutlich im Rahmen der von der Stadt gesetzten Vorgaben)

Alle Parteien finden das ganz toll (siehe Pressemitteilung):

  • Der CDU stehen die Othmarscher Villenbesitzer ohnehin näher als die paar hundert Kleingärtner.
  • Die SPD findet Kleingärten auch nur noch lästig in ihrem Buhlen um "die neue Mitte"
  • Den Grünen sind die Kleingärtner traditionell als potenzielle Giftspritzer und Kampfgriller verdächtig.
  • Und darüber thront Herr Fock (FDP), der Kleingärten in Altona schon lange abschaffen will.

Die betroffenen Kleingärtner werden sich aber nicht so einfach "verlagern" lassen.

Verlagerung ist Zerstörung - und wir lassen unsere Gärten nicht zerstören!

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