Aktuell
Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), Amt für Landes- und Landschaftsplanung hat den freiraumplanerischer Wettbewerb „Autobahndeckel BAB 7 – Deckelabschnitte Stellingen und Schnelsen“ ausgeschrieben.
Die Planungs- und Bauphasen der beiden nördlichen Abschnitte stellen für das sehr viel längere Bahrenfelder Tunnelbauwerk einen wichtigen Praxistest dar. Gegen einzelne Punkte in Zusammenhang mit den Stellinger Bauvorhaben scheint sich zur Zeit eine Klagewelle betroffener Anwohner aufzutürmen. Besonders hinsichtlich der Kostenentwicklung werden die beiden nördlichen Abschnitte eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung für den Bahrenfelder Deckel spielen.
Noch ist für den Bahrenfelder Deckel nicht entschieden, ob die von der DEGES vorgeschlagene Lärmschutzlösung oder der von der BSU favorisierte "KLOH-Deckel" realisiert werden soll. Im Fall der zweiten Variante würde Altona 35 Hektar öffentlicher Grünflächen verlieren, die für die Finanzierung dieser Stadtreparatur-Maßnahme fehlen.
Das Hamburger Oberlandesgericht hat der Beschwerde betreffend der Moorburgtrasse stattgegeben. Formal juristisch wird mit dieser Entscheidung eine aufschiebende Wirkung hergestellt. Die schriftliche Begründung wird in Kürze vom Gericht nachgereicht.
Das Zeitfenster zum Fällen der Bäume hätte am 14. März geendet. Es ist davon auszugehen, dass diese Entscheidung einen monatelangen Baustopp der Moorburgtrasse nach sich zieht. Der geplante "Tag X" wurde von der Initiative "Moorburgtrasse stoppen" bis auf weiteres vertagt...
Unsere Freude von der Buchenhofwald-Inititiave haben uns den vollständigen Handlungsablauf der Rechtsbeugung, Enteignung und Baumfällung des ehemaligen Buchenhof-Waldes zukommen lassen. Obwohl auf niederträchtigste Weise Tatsachen geschaffen wurden, werden Anwohner und Initiative weiterhin darum kämpfen, die Bebauung des restlichen Waldes zu verhindern.
Die beiden Bilder sind der Webseite der Initiative entnommen und zeigen eindrucksvoll den Zustand vor und nach der Baumfällung. In einer "wachsenden Stadt" gibt es keinen Platz mehr für Natur und geschützte Tierarten.
Hier der Bericht der Initiatoren der Buchenhofwald-Initiative:
Unter Protesten der Bevölkerung an der Osdorfer Landstr. wurden gestern 30 Buchen im Buchenhofwald gefällt. Die Polizei war mit drei Mannschaftswagen, bzw. sechs Streifenwagen vor Ort.
Da gegen den Fällantrag geklagt werden könne – und es in der Folge dazu kommen kann, dass sich ein Gericht inhaltlich mit dem Vorgehen des Bezirksamtes Altona auseinander setzen könnte – wurde der sofortige Vollzug angeordnet: Fällantrag zum Schluss. So wurden gestern Fakten für den Fall geschaffen, dass ein Gericht zu der Entscheidung kommt, das Verfahren wäre nicht rechtmäßig gelaufen. 30 Buchen sind nun unwiderbringlich gefällt worden.
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Termin
Zur Feier des Baustopps der Moorburg-Trasse findet das in der Pressemitteilung angekündigte Fest am Samstag, den 13.03., um 15:00 Uhr im Gählerpark statt.
Der Einladungsflyer befindet sich im Anhang als PDF.
Termin
Das Treffen von "Apfelbaum braucht Wurzelraum" findet in der Motte in Ottensen statt.
Termin
Das nächste Vernetzungstreffen von Recht auf Stadt findet am 23.03.2010 um 19:30 Uhr im Centro Sociale statt.
neue Blog-Beiträge
Vom Gastronomie-Erlebnis im Starbucks Elbphilharmonie-Kulturcafé Mineralwasser zu trinken: Plastikbecher mit Pfand
Heute morgen hatte ich ein Gastronomie-Erlebnis der besonderen Art im Starbucks Elbphilharmonie-Kulturcafé. Beim Betreten schlug mir intensiver Kunststoffgeruch entgegen. Für 1,95 EUR habe ich dort ein Mineralwasser vom Selbstbedienungsthresen aus Einweg-Plastikgeschirr erhalten, für dass ich zusätzlich noch 0,25 EUR Pfand zu entrichten hatte.
Geld zurück, Herr Nonnenmacher: Bloggerin fordert vom HSH-Nordbank Chef 24,- EUR für HVV Fahrpreiserhöhung
Die Bloggerin Kirsten Brodde hat versucht, mit einem Barscheck vom Konto des HSH Nordbank Chefs, Dirk Jens Nonnenmacher, 24 EUR abzuheben. Damit wollte sie dagegen protestieren, dass der HSH Nordbank Chef "einen Bonus von 2,9 Millionen Euro einsackt, obwohl die Stadt seine Bank mit Milliarden gerettet hat. Dieses Geld fehlt nun, und die Bürger leiden darunter." Besonders pikant daran ist der Umstand, dass für diese exorbitante Zahlung ein im Rahmen der Finanzkrise geschaffenes Gesetz erst wieder außer Kraft gesetzt werden musste: Vorstände von Banken, die aus Steuermitteln gefördert werden, dürften ansonsten nicht mehr wie 500.000,- EUR Vergütung per anno erhalten.
Den Betrag rechnet sie aus der Fahrpreiserhöhung im Öffentlichen Nahverkehr hoch: "Ein Einzelfahrschein kostet nun fünf Cent mehr, das macht bei zwei Fahrten pro Tag aufs Jahr hochgerechnet 24 Euro. Dieses Geld möchte ich von Herrn Nonnenmacher wiederhaben."
Zitat Spiegel Online:
Schlapphüte in Bahrenfeld: drohende Abschiebung einer tschetschenischen Familie aus der Klasse unserer Tochter
Vor einer Woche habe ich erfahren, dass eine tschetschenische Familie mit sieben Kindern, deren einer Sohn mit unserer Tochter in die zweite Klasse geht, nach Tschetschenien abgeschoben werden soll. Der Vater befindet sich seit Mitte Februar bereits in Abschiebehaft.
Der Vater hat vor etwa zwei Jahren an einer Vereinssitzung des Trägervereins einer Moschee teilgenommen, die durch den Verfassungsschutz beobachtet wird. Ihm wird daraufhin "intensive Kontakte zur militant-islamischen Szene in Hamburg", "Vernetzung in terroristische Organisationen" sowie die "Gefahr Anschläge vorzubereiten ... [und] ...terroristisches Gedankengut zu verbreiten". Nebenbei bemerkt ist der besagte Trägerverein seit 1993 als gemeinnützig anerkannt.
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