Vorstellung: Stefan Krappa, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion Altona
Heute möchte ich Hern Stefan Krappa vorstellen, den stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion Altona.
Herr Krappa spricht sich dafür aus, Gärten zu verlagern und berichtet quasi im selben Atemzug von "Schmerzen, wenn diese wunscherschönen Kleingärten zwischen Behringstraße und Bernadottestraße plattgemacht werden sollen." Vielleicht hilft ihm ein Gespräch mit uns weiter, seine Konfusion zu ordnen.
In seinem Beitrag zum Autobahndeckel "Der Deckel und die Kleingärtner: Unversöhnlicher Gegensatz?" spricht er von einem Kompromiss, an dem er mit wirken möchte. Gibt es denn einen Konflikt? Ich denke, nein!
Politik hat immer die Aufgabe, Interessen auszugleichen. Beim geplanten Autobahn-Deckel wird das besonders schwierig, weil die von einer Verlagerung betroffenen Kleingärtner in Ottensen ein Bürgerbegehren gestartet haben. Sie wollen ihre Gärten behalten und nicht auf den Deckel umziehen. Die SPD macht sich ihre Entscheidungen niemals leicht, deshalb bin ich mit Britta Ernst, Melanie Schlotzhauer und anderen Kollegen losgezogen und wir haben uns zwei Stunden lang die Gärten angesehen. Solche gravierenden Entscheidungen dürfen nicht am grünen Tisch fallen. Mein Eindruck ist, dass wir die Chance auf einen Kompromiss zwischen Deckel-Befürwortern und Kleingärtnern haben. Daran will ich mitwirken. Trotzdem schmerzt mich als Ottenser die Vorstellung, dass diese wunscherschönen Kleingärten zwischen Behringstraße und Bernadottestraße plattgemacht werden sollen.
Auf die Nachfrage zum Thema Kleingärten vertritt er die folgende Auffassung:
Der Volkspark ist der schönste und größe Park Hamburgs. Kleingärten haben eine andere Funktion in der Stadt. Sie können sicher sein, dass mir der Wert von Kleingärten sehr wohl bewusst ist, als Naturraum, Erholungsflächen und Spielfächen für Kinder. Ich habe Freunde, die von den Verlagerungsplänen der Stadtentwicklungsbehörde betroffen sind, damit der lange Autobahndeckel finanziert werden kann. Es ist schon schmerzhaft, wenn Gärten aufgegeben werden sollen. Als Jogger, der mehrmals pro Woche am Schulgartenweg - und an den Kleingartenkolonnien - entlang läuft, darf ich aber auch den ohrenbetäubenden Autobahnlärm "genießen". Die Kleingärten, die an der A 7 liegen, wären bei der kurzen Deckel-Lösung auch in den nächsten Jahrzehnten dem Lärm ausgesetzt. Das wäre nicht gut. Nur der geschlossene lange Deckel verbindet die Stadtteile miteinander und schafft eine riesige Grünfläche. Für mich ist aber auch klar, dass es für die Kleingärten, die verlagert werden sollen, in direkter Nähe zu den heutigen Ersatz geben muss und zwar für jeden einzelnen. Außerdem sollte die Trabrennbahn maximal zur Bebauung herangezogen werden, um Geld für den Deckel zu erlösen.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Krappa
stellvertretender Vorsitzender
SPD-Fraktion Altona
Max-Brauer-Allee 20
22765 Hamburg
Tel. +49 40 389 53 32
www.spdfraktionaltona.de
Lieber Herr Krappa,
wissen Sie denn Nichts vom dem DEGES-Gutachten?
Haben Sie das Thema wirklich nicht verstanden?
Bringen Sie bitte Lärmschutz nicht mit Stadtreparaturmaßnahmen durcheinander. Auch bei der kurzen Deckel-Lösung wären keine Kleingärten Lärm ausgesetzt, da der Bund für Lärmschutz sorgen wird.
Wenn Sie mögen, stehen wir Ihnen für eine Erläuterung des Themas gern zur Verfügung. Sprechen Sie uns gerne an!



Kommentare
Hallo Herr Krappa,
vielen Dank für Ihren Beitrag - Ihr Gesprächsangebot nehme ich gerne an!
Ich schlage vor, dass wir die Schlichtungsgespräche abwarten, die sich an das Bürgerbegehren anschließen werden, und danach den Dialog wieder aufzunehmen, der bei Ihrem Besuch in unseren Kleingärten begonnen hat.
Durch das DEGES-Gutachten - bzw. die Auflagen für den Bund zum Lärmschutz - hat das Thema Autobahndeckel wieder an Fahrt gewonnen. In der ganzen Thematik gibt es meines Erachtens ein Grundmißverständnis, das die Kleingärtner in Opposition zum Autobahndeckel stellt. Alle Streitschlichtungsversuche setzen voraus, dass es den erweiterten Deckel nicht geben kann, wenn die Kleingärten nicht verkauft werden. Ich bin der Auffassung, dass die Politik zwölf Jahre Zeit gehabt hat - und immer noch dazu aufgefordert ist - Lösungen für eine Finanzierung des erweiterten Autobahndeckels im Interesse des Bezirks Altona zu erarbeiten.
Ich persönlich bin von der Auffassung "Ihrer" Altonaer SPD-Fraktion enttäuscht, da die Vorschläge meiner Meinung nach am Kern des Problems vorbei gehen. Nehmen Sie den polemischen Tonfall meines Beitrags bitte nicht persönlich sondern betrachten ihn als Ausdruck meiner eigenen Enttäuschung.
Zur Ihrer persönlichen Mail an Herrn Otzen:
Herr Otzen und ich sind beide davon ausgegangen, dass Ihre Antwort offiziell einzuschätzen ist, da Herr Otzen eine Vertrauensperson des Bürgerbegehrens ist. Mit dem Veröffentlichen Ihres Briefs an Herrn Otzen wollte ich Sie keinesfalls verärgern! Selbstverständlich werde ich den Inhalt Ihrer Mail umgehend von der Seite entfernen, wenn Sie es wünschen.
P.S.:
Mein Vorschlag zur Finanzierung war ironisch gemeint. Ich bin schon recht froh darüber, dass noch niemand ernsthaft auf die Idee gekommen ist, unsere Schulen, Straßen und Gehwege an irgendwelche Finanzinvestoren zu verleasen. ;-)
In diesen Sinne grüße ich Sie herzlich,
Ralf Hendel
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Autobahndeckel - JA
Kleingärten AUCH!
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Lieber Herr Grappa,
die - ich zitiere Sie selbst - "riesigen Grünflächen" sind jetzt noch zu besichtigen. Wenn die Pläne so umgesetzt werden, wie von den derzeitig im Altonaer Rathaus Regierenden inkl. ihrer schwachen Opposition gewünscht, haben wir hinterher keine "riesigen Grünflächen" mehr.
Bedenken Sie bitte, dass die Grünflächen im Bezirk Altona erheblich reduziert werden. Das "Grün-Delta" (= Verlust an Grünflächen) beträgt nach gegenwärtigem Planungsstand immer noch ca. 15-25 Hektar!
Sprechen Sie also bitte niemals wieder von riesigen Grünflächen, die auf dem Deckel entstehen!
Die einzig wirklich riesigen Grün-Flächen sind die, die wir Altonaer durch den Umbau verlieren werden.
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AUTOBAHNDECKEL - JA
GÄRTEN AUCH!
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